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Travel Smart: Pendlermobilität in die Nebenverkehrszeit lenken

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Erstellt am 07.03.2017

Travel Smart: Verkehrsspitzen brechen und die Kapazitäten besser nutzen (Foto: SBB AG) Travel Smart: Verkehrsspitzen brechen und die Kapazitäten besser nutzen (Foto: SBB AG)

Die Schweizer Dialogplattform „Avenir Mobilité / Zukunft Mobilität“ hat am 28. Februar 2017 zum dritten Dialoganlass mit dem Thema „Kapazitätsengpässe“ nach Bern eingeladen. Hochrangige VertreterInnen von Bundesämtern, Bundesbetrieben und Verbänden haben mit rund 150 Teilnehmenden die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen unseres Verkehrssystems erörtert und diskutiert. Neben dem weiteren Infrastrukturausbau und der Effizienzsteigerung durch neue Technologien stand vor allem auch die Beeinflussung der Verkehrsnachfrage im Fokus. Diese Massnahmen zielen auf das Brechen oder Glätten der zeitlichen Verkehrsspitzen, „denn es ist volkswirtschaftlich und ökologisch nicht sinnvoll, den Ausbau der Verkehrsnetze auf die (kurzen) Spitzenstunden auszurichten“, wie Moderator Hans Werder (Präsident Avenir Mobilité) kommentierte.

Stefan Bürgler (Kanton Zug, Metropolitankonferenz Zürich) zeigte anhand der aktuellen Studie „Brechen der Verkehrsspitzen“ auf, wie sich die Tagesspitzen im Berufs- und Ausbildungsverkehr glätten liessen: als gemeinsame Verbundaufgabe aller Akteure in der Raum- und Verkehrsplanung, durch eine geeignete Standortwahl von Unternehmen und Schulen, flexible Arbeitszeitmodelle und begleitet von einer zeitlich differenzierten Tarifgestaltung (Mobility Pricing). Für den Metropolitanraum Zürich liegt das Reduktionspotenzial im ÖV und MIV gemäss Studie bei je rund 20%.

Auch die SBB verfolgt mit diversen Projekten eine breite und flexible Handlungsstrategie, um zukünftig sowohl genügend Kapazitäten zu schaffen, neue Mobilitätsformen insb. im Nahverkehr clever einzubinden als auch die zeitliche und räumliche Auslastung der Züge zu optimieren. Die Auslastungssteuerung war zentrales Thema des Ideen-Workshops „Pendlermobilität in die Nebenverkehrszeiten lenken“ am 26. Januar 2017 in Luzern. Wichtigste Botschaft für die ca. 80 teilnehmenden MobilitätsexpertInnen: Neben dem Kostenaspekt müssen auch psychologische und soziale Verhaltenstreiber berücksichtigt werden. Eine erfolgsversprechende Lösung setzt auf die freiwillige Kooperation von Anbietern und Kunden im Sinne eines gemeinsamen Ziels (vgl. Studie von FehrAdvice 2016). Als konkretes Angebot lanciert die SBB 2017 testweise eine „Travel Smart“ App, die für Pendler über Bons und Gewinnspiele positive Anreize setzt, verstärkt in der Nebenverkehrszeit zu reisen.

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