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35. Tagung Rue de l'Avenir 2018: Multimodale Erschliessung von Einkaufszentren

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Erstellt am 05.11.2018

Vorortbesichtigung in Carouge während der Tagung von Rue de l'Avenir 2018 (Foto: Rue de l'Avenir) Vorortbesichtigung in Carouge während der Tagung von Rue de l'Avenir 2018 (Foto: Rue de l'Avenir)

Am 28. September 2018 fand die 35. Tagung von Rue de l'Avenir in Carouge und La Praille im Kanton Genf statt, einem Areal, dessen städtische Entwicklung mit der Realisierung des Projekts Praille-Acacias-Vernets (PAV) buchstäblich explodieren wird. Die gemeinsame Begehung vom historischen Stadtzentrum Carouge zum neuen Einkaufs- und Freizeitzentrum La Praille spiegelt deutlich die Zusammenhänge verschiedener Geschäftstypen und die Vielfalt städtischer Kontexte wider, genauso wie die grossen Erschliessungsdefizite, insbesondere für den Fuss- und Veloverkehr.

Das Tagungsthema wurde aus verschiedenen Blickwinkeln behandelt. Viele Gewerbeflächen und Erdgeschossnutzungen in den Stadtzentren tendieren dazu, sich zu entleeren. Dies geschieht als Folge des doppelten Wettbewerbs mit E-Commerce und mit grossen Einkaufszentren am Stadtrand. Das „Netzwerk Altstadt“ präsentierte einen Ansatz, um den Zentren ihre Vitalität und ihre ursprüngliche Funktion für Handel und Austausch aller Art zurückzugeben.

Bei der Standortwahl eines Einkaufszentrums und bei der Planung zu dessen Erschliessung sind Akteure mit sehr unterschiedlicher Interessen involviert: Bauträger und Immobilieneigentümer, Geschäftsinhaber, Verbände mit Einspracherecht und die öffentliche Hand. Dass der Dialog zwischen diesen Akteuren besonders wichtig ist, insb. um eine gute multimodale Zugänglichkeit sicherzustellen, wurde wiederholt und von mehreren Rednern an der Tagung verdeutlicht.

An der Tagung wurde auch eine umfassende Studie präsentiert, die anhand der französischen Stadt Rouen aufzeigt, wie Konsumarten, Verkehrsmittelwahl und Nutzung des öffentlichen Raums miteinander interagieren. Und am Beispiel der Gemeinde Avry (FR) wurde das Potenzial für den Wiederaufbau eines Einkaufszentrums veranschaulicht: Als neue städtische Verbindung zwischen isolierten Quartieren, neue multimodale Schnittstelle für den Verkehr sowie Lebensraum mit diversen Aktivitäten wird der Schwerpunkt des Siedlungsgebiets grundlegend verlagert, was wahrscheinlich Einfluss auf das Mobilitätsverhalten haben wird. Zum Abschluss wurde der „Prix Rue de l'Avenir“ 2018 der Stadt Delémont für ihre vorbildlichen Massnahmen zum Erhalt der Geschäfte im Stadtzentrum verliehen.

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